Prüfbericht Pflege des MDS

Freitag, 31. August 2007 - 08.40 Uhr | Keine Kommentare

Der allseits diskutierte neue Pflegebericht des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) steht auf dessen Website zum Download im PDF-Format bereit.

Es lohnt sich, den Bericht zu lesen. Nicht wegen der Skandalmeldungen, sondern weil der Bereich Pflege für alle interessant ist, die sich für Qualitätssicherung im Dienstleistungsbereich interessieren.

Der Bereich Pflege unterliegt seit vielen Jahren einer doppelten Qualitätssicherung: Einerseits einer internen und freiwilligen, die sich unter dem Stichwort “Zertifizierung” zusammenfassen läßt. Andererseits einer externen, einer Qualitätssicherung durch Prüfung und Beratung durch den MDK und die Heimaufsicht.

Interessant ist nun an dem aktuellen Bericht, dass die zertifizierten Pflegeeinrichtungen keineswegs besser abschneiden als die unzertifizierten:

Den Pflegeeinrichtungen mit einem zertifizierten Qualitätsmanagement ist es dennoch nicht gelungen,nennenswert bessere Werte bei der Ergebnisqualität (Dekubitusprophylaxe, Ernährung, Umgang mit Inkontinenz, Umgang mit gerontopsychiatrisch beeinträchtigten Bewohnern, Pflegezustand) zu erreichen. Teilweise zeigen die Ergebnisse – insbesondere in der ambulanten Pflege – im Vergleich zu den nicht zertifizierten Einrichtungen sogar eine schlechtere Versorgungsqualität auf.

Es wäre interessant und weitreichend, die Gründe für dieses Versagen von Gütesiegeln und Zertifikaten im Pflegebereich zu ergründen.

Rente für Stasi-Opfer

Freitag, 24. August 2007 - 08.50 Uhr | 1 Kommentar

Ehemalige politische Häftlinge der DDR erhalten ab 1. September eine monatliche Pension von 250 Euro, wenn sie mindestens sechs Monate in Haft waren und bedürftig sind.

Die Bedürftigkeit wird an der Einkommensgrenze von 1035 Euro bei Alleinstehenden und bei 1380 Euro bei Paaren festgemacht. Andere Renteneinkünfte werden nicht angerechnet. Die Opferrente sollte sozialhilferechtlich anrechnungsfrei sein.

In Berlin kann die Opferrente beim Landesamt für Gesundheit und Soziales beantragt werden. Formulare sind bisher nicht online.